Spurensuche 10.11.2025

Ewigkeit
Eine Ewigkeit ..... Für immer..... Unendlich .....
an den Feiertagen Allerheiligen und Allerseelen (Anfang November) gedenken katholische Christen der Verstorbenen und besuchen ihre Gräber. Am Ewigkeitssonntag (Ende November) erinnern evangelische Christen die Todestage der Liebsten des vergangenen Jahres. Gräber werden geschmückt. Friedhöfe haben im November Konjunktur. So dachte ich bis zum letzten Samstag. Auf dem Weg nach Bayern rollte uns am bayrischen Feiertag eine Autokarawane auf dem Weg zum verkaufsoffenen Hessen entgegen. Der Friedhof, ein Ort der Stille, des Gedenkens und der Ewigkeit war nur mäßig besucht.
Haben wir keine Zeit mehr für die Ewigkeit, oder suchen wir die Unendlichkeit im herbstvernebelten Himmel?
Ich beginne über die Ewigkeit nachzudenken, ein Gespür für Ewigkeit oder eine Zeitformel für das Ewige zu entwickelt. Manches dauert wohl eine Ewigkeit, also besonders lange oder manches findet nie ein Ende. -- Ungeduld könnte sich breit machen. -- Ist das dann "ewig" - eben ohne Ende.
Die Zeit kann im Unglück aus den Fugen geraten. Dann geht alles viel zu schnell und gleichzeitig zu langsam. Es dauert alles ewig. Mir hilft dann der Takt des Gebets: „Vater uns im Himmel…“ Die in der Stille gesprochenen Worte schließen mit der Sicherheit von Gottes Ewigkeit. "Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit."
Ich möchte die Ewigkeit gerne finden.
Ich fragte Menschen in den letzten Wochen nach der Ewigkeit. Die Gespräche waren spannend. Die Einen: Ewigkeit beschreibt die Zeit, die eintritt, wenn der letzte Atem ausgehaucht ist. Andere meinen es ist eine Zeit von ganz großer Dauer mit nicht absehbarem Ende.
Hier meine Gedanken. Wenn wir der Ewigkeit in unserem Leben schon jetzt Raum geben, bekommen wir Zeit geschenkt. Ersetzen wir sie durch Einkäufe, digitale Medien oder andere Beschleuniger, die die Zeit gut ausnutzen soll, geraten wir in Hetze, flüchtige Gespräche oder Rastlosigkeit.
Ewigkeit schenkt uns Zeit. Mit unseren Aufgaben -hier und heute- werden wir sowieso nicht ganz am Ziel ankommen. So können wir den Tag mit Gelassenheit und gutem Takt beginnen. Unerreichtes klärt sich möglicherweise von selbst, irgendwann, vielleicht in der Ewigkeit.
Ewigkeit hat auch Orte: diese besonderen heiligen Plätze, die voller Energie und Kraft sind, sie sind ewig, zeitlos, auch von dauerhafter Form und sogar in gleichförmiger Bewegung. Der Quellstein, die Wellen am Strand, der Fels an einem Berggipfel. Es kann an ihnen die Zeit stehen bleiben. Kurz vor Sonnenaufgang scheint die Erde eine kurze Pause einzulegen, und dann ... ist alles in Ruhe, ... in Stille. Für einen Augenblick sammeln sich die Kräfte für den beginnenden Tag.
Liebe Leser und Leserinnen, davon wünsche ich Ihnen viel, besonders im November. Schreiben Sie mir von Ihrer Ewigkeit, Unendlichkeit, ihrem Stillstand, auch ihrer geschenkten Geduld.
Diese Spur wurde Ihnen gelegt von Heiko Ruff-Kapraun
Eine gesegnete Woche wünschen Ihnen Ihre Spurenlegerinnen und Spurenleger.
Maren Dettmers, Monika Eberl-Reifenberg, Ilka Friedrich, Hans-Jörg Fritz-Knötzele, Dr. Christoph Klock, Heinz Lenhart, Heiko Ruff-Kapraun, Tobias Sattler, Dr. Hans Jürgen Steubing und Britta Tembe
Kirche & Co. – ein Laden der Kirchen für die Menschen in der Stadt
An der Stadtkirche 1, 64283 Darmstadt
Bild: Heiko Ruff-Kapraun
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