Adventsspur 21.12.2025

Offene Fragen
"Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!"
(Johannes-Evangelium 20,27)
Advent ist nicht die Zeit der fertigen Antworten. Er ist die Zeit des Wartens, des Suchens, der offenen Fragen. Noch ist das Licht nicht ganz da, noch ist nicht alles klar. Und vielleicht ist das genau der Ort, an dem Gott uns begegnen will.
Thomas zeigt seine Zweifel offen. Er glaubt nicht einfach, weil man es von ihm erwartet. Er fragt, er ringt, er will berühren und verstehen. Und Jesus weist ihn nicht zurück. Er lädt ihn ein: „Streck deine Hand aus.“ Die Wunden bleiben sichtbar. Der Glaube entsteht nicht trotz der Fragen, sondern mitten in ihnen.
Auch im Advent dürfen wir mit leeren Händen kommen – mit Zweifel, Sehnsucht und Ungewissheit. Gott verlangt keinen fertigen Glauben, sondern ein offenes Herz. Advent heißt: Gott traut unseren Fragen mehr zu als unseren schnellen Antworten.
Vielleicht beginnt Glaube genau dort, wo wir es wagen zu sagen: Ich weiß noch nicht wo oder was – aber ich bin bereit zu suchen.
Gott des Wartens,
du kennst unsere Fragen,
unsere Zweifel und unsere Sehnsucht.
Wir bringen dir keinen fertigen Glauben,
sondern offene Hände.
Wie Thomas wollen wir berühren,
was uns trägt –
auch wenn wir es noch nicht ganz verstehen.
Schenke uns im Advent
nicht alle Antworten,
sondern den Mut,
dir entgegenzugehen.
Amen.
Impulse
- Lieder singen:
- Meine engen Grenzen: Verknüpfung
- Oh Heiland reiß die Himmel auf: Verknüpfung
Diese Spur wurde Ihnen gelegt von Dr. Petra Knötzele
Eine gesegnete Adventszeit wünscht Ihnen Ihr Adventsspurenlegerteam
Maren Dettmers, Monika Eberl-Reifenberg, Ilka Friedrich, Hans-Jörg Fritz-Knötzele, Ursula Hartmann, Dr. Christoph Klock, Dr. Petra Knötzele, Heinz Lenhart, Heiko Ruff-Kapraun, Tobias Sattler, Dr. Hans Jürgen Steubing, Britta Tembe, Judith Weiler und Annette Wiesheu
Kirche & Co. – ein Laden der Kirchen für die Menschen in der Stadt
An der Stadtkirche 1, 64283 Darmstadt
Bild: Dr. Petra Knötzele
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