Spurensuche 13.07.2026

Sommer
Eine Zeit zur Unterbrechung des Gewohnten
Liebe Leserinnen und Leser,
Sommerzeit ist Urlaubzeit und Reisezeit. Als die beruflichen Pflichten den Tagesrhythmus noch bestimmt haben, war die Urlaubszeit immer mit besonderen Zielen und Reisen ans Meer oder in die Berge verbunden. Nun im Ruhestand erlaubt mir die Zeit jeden Tag Urlaub zu machen. Das Wort Urlaub hat die Herkunft von dem mittelhochdeutschen Wort "urloup" und bedeutet Erlaubnis, auf die Bitte hin, zum Fernbleiben vom Dienstort. Die ersten Sozialregelungen im 18. Jahrhundert führten zu einer geregelten Freistellung der Arbeitenden.
Wie schön. Diese Zeit ist heute in meinem Leben nicht mehr auf 6 Wochen im Jahr begrenzt.
Übrigens, einfacher wird die Urlaubsplanung dadurch nicht.
Sommerzeit, herrlich, eine Zeit zum Wandern oder Herumlungern unter dem Himmel. Düfte aus allen Ecken. Eine Zeit zum Genießen von Aussichten. Eine Zeit, in der die Seele baumeln kann.
"Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen." Dieses Psalmwort bekommt einen neuen Klang. Eine sanfte Faszination der Weite und das tiefe Gefühl vom Getragen-Sein beschwingt die Seele. Gewöhnliche Tage fordern Konzentration, Planung und Gedanken. Sorge um die Liebsten, Termine und Pflichten machen müde.
Sommerzeit unterbricht solchen Alltag. Orte wie Strände, Berggipfel oder weite Wiesen lassen die Lasten hinter uns. Wir finden ein kleines Quellwasser, bitten um Erfrischung.
Mir fällt diese kleine biblische Miniatur vom Brunnen ein: Jesus fragt nach Wasser: durstig, erschöpft und müde vom Alltag. Eine unbekannte Frau reicht ihm Wasser. Das Tragen der Lasten ist unterbrochen.
In der Hitze sind wir durstig. Der Alltag hat seine Pflichten und Wege, die Seele ihre Befürchtungen und Abgrenzungen.
Urlaub, Erlaubnis, Entbindung vom Gewohnten. Sommerzeit.
"Ich will den Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst." (Off 21,6)
Daraus entstehen für mich Impulse mitten im Sommer:
- Am Tisch schmeckt das Weizenbier mit Anderen geteilt besonders gut. Ich lade ein.
- Die beseelten Orte mit der " Faszination der Weite" finde ich eher zufällig als in Prospekten von Flugreisen
- lebendiges Wasser kann auch ganz still sein.
Diese Spur wurde Ihnen gelegt von Heiko Ruff-Kapraun
Eine gesegnete Woche wünschen Ihnen Ihre Spurenlegerinnen und Spurenleger.
Maren Dettmers, Monika Eberl-Reifenberg, Ilka Friedrich, Hans-Jörg Fritz-Knötzele, Dr. Christoph Klock, Heinz Lenhart, Heiko Ruff-Kapraun, Tobias Sattler, Dr. Hans Jürgen Steubing, Britta Tembe und Dr. Annette Wiesheu
Kirche & Co. – ein Laden der Kirchen für die Menschen in der Stadt
An der Stadtkirche 1, 64283 Darmstadt
Bild: Heiko Ruff-Kapraun
Mit Spurenleger per E-Mail Kontakt aufnehmen
Vergangene Spuren lesen oder als als PDF-Datei herunterladen
DATENSCHUTZ
Für Kirche & Co. sind die Privatsphäre und die Datensicherheit unserer Leserinnen und Leser der Spurensuche ein hohes Gut.
In unserer Datenschutzerklärung erläutern wir unter anderem, welche persönlichen Daten wir im Rahmen der Newsletteranmeldung abfragen und wie diese genutzt werden.
Wenn Sie die Spurensuche weiterhin erhalten möchten, müssen Sie NICHTS tun.
Möchten Sie die Spurensuche jedoch NICHT mehr erhalten, folgen Sie dem Link zur direkten Newsletterabmeldung um sich auszutragen. Sie erhalten dann in Zukunft KEINE Spurensuche mehr von uns und Ihre Anmeldedaten werden umgehend gelöscht.