Spurensuche 15.06.2026

Das „WIR“ gewinnt
"Darum tröstet einander und einer baue den andern auf, wie ihr es schon tut!"
(1 Thess. 5, 11)
Kurz, prägnant, aussagekräftig. Ein Mottospruch bedarf nicht vieler Erklärungen. Er muss jedem schnell klarmachen, was gemeint ist und eine Botschaft senden, die eine Reaktion hervorruft – sei es Zustimmung oder Ablehnung, Provokation und Euphorie.
Seit letzten Donnerstag schaut die Welt in die USA, nach Mexiko und Kanada. Die Fußball-WM ist allgegenwärtig in den Medien und in den Gesprächen, besonders wegen dem Gebaren der aktuellen US-Regierung. Das offizielle Motto der WM lautet „We are 26“ – ich unterstelle mal eine positive Zielrichtung: Miteinander, Fairness, Teamgedanke. Meine Stirn legt sich aber schon wieder in Falten, wenn ich das Motto der US-Mannschaft lese: „Wir gegen die Welt!“ Diese WM kann einfach nicht unpolitisch sein, nicht so, nicht jetzt, nicht dort. Ich schüttele den Kopf und denke, ich sollte sie einfach boykottieren, wie es einige tun.
Im Gespräch mit Sportjournalist Chaled Nahar in der Frühjahrsreihe des Netzwerks Politische Bildung sagte dieser klar: wir können uns selbst ein TV-Verbot auferlegen für die WM, es wird aber nichts ändern. Die FIFA wird ihre rund 10 Milliarden Dollar verdienen und Trump kann kurzzeitig ablenken von Kritik an ihm und seiner Administration.
Ich finde, wir können dem schon etwas entgegensetzen: nämlich eine Lebensweise getreu dem Motto der Aktion Mensch „Das Wir gewinnt“. Nehmen wir uns immer wieder die Ermutigungen und Ermahnung aus den Paulusbriefen zu Herzen, dass es doch darauf ankommt, auf die Einheit und Rechtschaffenheit hinzuwirken – und Andersdenkende mit Liebe und sanftem Druck zu überzeugen versuchen. Dazu zählen für mich hinsichtlich der WM: kritische Berichterstattung, Fairplay auf und neben dem Rasen und auch angesichts des großen Teilnehmerfelds an Nationalitäten auch Botschaften von Respekt und Toleranz, von „WIR“, das dieser heutigen Zeit oft so fehlt.
Impulse
- ARD-Doku „Auf dem Spielfeld der Macht: Verknüpfung
- Welches „Wir“, welche Gemeinschaft ist Ihnen besonders wichtig? Was investieren Sie dafür?
Diese Spur wurde Ihnen gelegt von Tobias Sattler
Eine gesegnete Woche wünschen Ihnen Ihre Spurenlegerinnen und Spurenleger.
Maren Dettmers, Monika Eberl-Reifenberg, Ilka Friedrich, Hans-Jörg Fritz-Knötzele, Dr. Christoph Klock, Heinz Lenhart, Heiko Ruff-Kapraun, Tobias Sattler, Dr. Hans Jürgen Steubing, Britta Tembe und Dr. Annette Wiesheu
Kirche & Co. – ein Laden der Kirchen für die Menschen in der Stadt
An der Stadtkirche 1, 64283 Darmstadt
Bild: Anemone123 @ pixabay.com
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