Spurensuche 03.08.2026

(Keine) Brotvermehrung
"Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät geworden. Schick die Leute weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen! Jesus aber antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische hier. Er antwortete: Bringt sie mir her! Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten und alle aßen und wurden satt."
(Matthäus 14, 15-20, Einheitsübersetzung)
(...) In der Erzählung von der Brotvermehrung wird erstaunlicherweise niemals vom Vermehren gesprochen. Im Gegenteil, die verwendeten Verben sind „brechen, geben, austeilen“ (vgl. Lk 9,16 - par Mt. 14,19). Es wird also nicht die Vermehrung unterstrichen, sondern das Teilen. Es ist wichtig: Jesus betreibt keine Magie, er verwandelt die fünf Brote nicht in fünftausend, um dann zu sagen: „Verteilt sie jetzt.“ Nein. Jesus betet, segnet diese fünf Brote und beginnt sie im Vertrauen auf den Vater zu brechen. Und diese fünf Brote gehen nicht mehr aus. Das ist nicht Magie, es ist Vertrauen auf Gott und auf seine Vorsehung. In der Welt sucht man immer nach Vermehrung des Gewinns, nach Umsatzsteigerung... Ja, aber zu welchem Zweck? Zum Geben oder zum Haben? Zum Teilen oder zum Anhäufen? Die „Ökonomie“ des Evangeliums vermehrt durch Teilen, nährt durch Austeilen, sie befriedigt nicht die Gefräßigkeit der Wenigen, sondern sie gibt der Welt Leben (vgl. Joh 6,33) (…)
Impulse
- Die vollständige Predigt von Papst Franziskus „Die Brotvermehrung war gar keine…“ Wortlaut: Verknüpfung
- Tabgha am Ufer des Sees Genezareth gilt seit der Antike als der Ort der Brotvermehrung. Ein Mosaik aus dem 5. Jahrhundert gibt davon Zeugnis und erinnert an dieses Wunder des Teilens (siehe Bild). Heute befindet sich dort eine Kirche und ein Kloster der Benediktiner sowie ein Pilger- und Gästehaus – ein wunderbarer Ort des Gebets und des Friedens, des Teilens. Informationen und Bilder gibt es hier: Verknüpfung
- as Priorat in Tabgha gehört zur Benediktinerabtei Dormitio auf dem Zionsberg in Jerusalem. Zur aktuellen Situation der Mönche und ihren Problemen dieses Interview: Pater Matthias: "Bitte helft uns, wir schaffen es alleine nicht" @ katholisch.de
Diese Spur wurde Ihnen gelegt von Dr. Annette Wiesheu
Eine gesegnete Woche wünschen Ihnen Ihre Spurenlegerinnen und Spurenleger.
Maren Dettmers, Monika Eberl-Reifenberg, Ilka Friedrich, Hans-Jörg Fritz-Knötzele, Dr. Christoph Klock, Heinz Lenhart, Heiko Ruff-Kapraun, Tobias Sattler, Dr. Hans Jürgen Steubing, Britta Tembe und Dr. Annette Wiesheu
Kirche & Co. – ein Laden der Kirchen für die Menschen in der Stadt
An der Stadtkirche 1, 64283 Darmstadt
Bild: Mosaik aus dem 5. Jahrhundert in der Brotvermehrungskirche in Tabgha am See Genezareth/Israel, Copyright: privat
Mit Spurenleger per E-Mail Kontakt aufnehmen
Vergangene Spuren lesen oder als als PDF-Datei herunterladen
DATENSCHUTZ
Für Kirche & Co. sind die Privatsphäre und die Datensicherheit unserer Leserinnen und Leser der Spurensuche ein hohes Gut.
In unserer Datenschutzerklärung erläutern wir unter anderem, welche persönlichen Daten wir im Rahmen der Newsletteranmeldung abfragen und wie diese genutzt werden.
Wenn Sie die Spurensuche weiterhin erhalten möchten, müssen Sie NICHTS tun.
Möchten Sie die Spurensuche jedoch NICHT mehr erhalten, folgen Sie dem Link zur direkten Newsletterabmeldung um sich auszutragen. Sie erhalten dann in Zukunft KEINE Spurensuche mehr von uns und Ihre Anmeldedaten werden umgehend gelöscht.